Ulrike Heitmüller

Politikwissenschaftlerin, Theologin, Journalistin


FREIHEIT UND SICHERHEIT - KRIMINALITÄT UND FREIKIRCHEN

Wann fühlen wir uns sicher? Wo sollten wir den Staat unterstützen? Wo vor einem ungerechtfertigten Zugriff durch Behörden geschützt werden? Bedeutet Freiheit das Recht auf Drogenrausch? Auf das Recht, seine Kinder in einem fundamentalistischen Glauben zu erziehen? Stellen Rocker eine Gefahr für die Gesellschaft dar? Oder bieten sie Politik, Behörden und Medien ein willkommenes Feindbild, um sich im Kampf gegen "Organisierte Kriminalität" zu profilieren?

Ich schreibe über vieles, vor allem aber über diese Themen: Kriminalität und Randgruppen, Sicherheitsbehörden und Datenschutz, Christlichen Fundamentalismus, Evangelikalismus, Kirchen und Freikirchen. Eine Auswahl meiner Artikel aus c´t, Telepolis, Neuer Zürcher Zeitung, Zeit, Welt, Tagesspiegel und anderen Medien stehen unter Texte.

Aktuell habe ich zwei größere Projekte: Ich schreibe ein Buch über evangelikales Christentum und arbeite mit bei einem Forschungsprojekt am John Jay College of Criminal Justice zum Thema Rocker.



Persönlicher Hintergrund

Ich wurde evangelikal erzogen und bin in einer Freikirche groß geworden. An der Faculté Libre de Théologie Évangélique in Frankreich erwarb ich eine Licence (entspricht B.A.) in evangelikaler Theologie. Diese Glaubensrichtung habe ich vor mehr als 20 Jahren verlassen. Mittlerweile setze ich mich mit diesem Thema beruflich wieder verstärkt auseinander.

Zum Journalismus habe ich über das Boxen gefunden. Anfang der 1990er Jahre begann ich zu boxen; ursprünglich zur Selbstverteidigung, später aus Freude am Sport. Weil ich Wettkämpfe im Amateurboxen bestreiten wollte und dies Frauen damals nicht erlaubt war, wandte ich mich an die Medien. Die Artikel und Berichte, in denen mein Anliegen thematisiert wurde, übten auch Druck auf den Boxvberband aus. Mit Erfolg: Seit 1995 dürfen Frauen offiziell Boxwettkämpfe bestreiten. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, wie wichtig kritischer und verantwortungsbewusster Journalismus in einer Demokratie ist, um politische und gesellschaftliche Veränderungen anzustoßen. Und sie hat in mir den Wunsch geweckt, daran mitzuwirken.

Inzwischen bin ich seit mehr als 20 Jahren Journalistin. Nebenberuflich habe ich an der FernUniversität in Hagen noch ein Studium in Governance mit einem M.A. abgeschlossen.


Ehrenamtliches Engagement

Bis Mitte der 1990er Jahre habe ich mich in Kirchen und Freikirchen engagiert.

In den Jahren 1994 bis 1996 setzte ich durch, dass auch Frauen Wettkämpfe im Amateurboxen bestreiten dürfen. Auch heutzutage gibt es zum Frauenboxen ab und zu etwas Neues zu vermelden.

In Berlin wurde ich für fünf Jahre Schöffin an einem Amtsgericht.

Seit vielen Jahren bin ich Mitglied in verschiedenen Vereinen und Organisationen (siehe Kasten ganz rechts). Besonders wichtig ist mir Reporter ohne Grenzen, eine internationale NGO, die sich für mehr Sicherheit und besseren Schutz von Journalisten einsetzt.


Journalistische Stipendien

Bei meiner Arbeit wurde ich durch Stipendien gefördert. Für die finanzielle Unterstützung und die gezeigte Wertschätzung bin ich sehr dankbar.

Im Jahr 2015 gewährte mir die Journalistenorganisation netzwerk recherche ein Stipendium zum Thema Freikirchen in Deutschland und deren Sicht des Judentums.

Im Herbst 2002 war ich Stipendiatin der Robert Bosch-Stiftung und des Französischen Außenministeriums zum Thema Immigration und Integration am Centre de formation et de perfectionnement des journalistes (CFPJ) in Paris.