Religion: Mensch und Gott

Wer glaubt? Menschen glauben. Oder nicht.

Wer glaubt, hat oft eine Vorstellung von Gott. Die sich im Laufe des Lebens meistens wandelt. Wer nicht glaubt, hat vielleicht auch eine Vorstellung von Gott - die er aber ablehnt, vielleicht, weil sein Bild von Gott ein grausames ist.

Meine Interviewpartner schildern, warum sie glauben - oder nicht. Sie beschreiben, was Gott für sie bedeutet. Wie sie Gott erleben, etwa in der Freude, die sie anderen Menschen bereiten. Sie erklären, was Vergebung in der christlichen Religion bedeutet. Warum man Schuld auf sich lädt, wenn man im Krieg tötet - aber vielleicht auch, wenn man nicht tötet.

Wie glauben? Was glauben? - Freikirchen.

Bei Freikirchen handelt es sich um religiöse Gemeinschaften, die nicht den "etablierten" Kirchen - evangelische, katholische und reformierte Landeskirchen - angehören. Manche gibt es schon seit mehreren Hundert Jahren. Die Mitglieder zahlreicher Freikirchen nennen sich "evangelikal": Sie legen Wert auf den Glauben an einen persönlichen Gott. Sie streben nach einem Leben streng nach der Bibel.

Kritiker nennen dies "fundamentalistisch". Sie geben die häufig stark ausgeprägte Sozialkontrolle zu bedenken. Vor allem kritisieren sie Werte, die modernem Denken im Sinne der Aufklärung oft zuwiderlaufen.