Ulrike Heitmüller

Politikwissenschaftlerin, Theologin, Journalistin


FREIHEIT UND SICHERHEIT - KRIMINALITÄT UND FREIKIRCHEN

Wann fühlen wir uns sicher? Wie sollten wir den Staat unterstützen, wo dagegen vor einem Zugriff durch Behörden geschützt werden? Bedeutet Freiheit das Recht auf Drogenrausch? Auf fundamentalistischen Glauben? Auf das Recht, seine Kinder evangelikal zu erziehen? Stellen Rocker eine Gefahr für die Gesellschaft dar, oder eine Möglichkeit für Politik, Behörden und Medien, sich zu profilieren?

Ich schreibe über alles, vor allem diese Themen: Über Kriminalität und Randgruppen, Sicherheitsbehörden und Datenschutz, sowie über Christlichen Fundamentalismus, Evangelikalismus, Kirchen und Freikirchen. Eine Auswahl meiner Artikel aus c´t, Telepolis, Neuer Zürcher Zeitung, Zeit, Welt, Tagesspiegel und anderen Medien stehen unter Texte.

Aktuell habe ich zwei größere Projekte: Ich schreibe ein Buch über evangelikales Christentum und arbeite mit bei einem Forschungsprojekt am John Jay College of Criminal Justice zum Thema Rocker.



Hintergrund

Ich wurde evangelikal erzogen und bin in einer Freikirche groß geworden. In evangelikaler Theologie habe ich an der Faculté Libre de Théologie Évangélique in Frankreich eine Licence (entspricht B.A.) erworben. Diese Glaubensrichtung habe ich verlassen. Nach mehr als 20 Jahren setze ich mich wieder verstärkt mit diesem Thema auseinander.

Zum Journalismus habe ich über das Boxen gefunden. Ursprünglich zur Selbstverteidigung, dann aus Freude am Sport, habe ich geboxt. Weil ich Wettkämpfe im Amateurboxen bestreiten wollte und dies Frauen damals nicht erlaubt war, habe ich mich an die Medien gewandt. Diese haben mein Anliegen unterstützt, durch ihre Berichte Druck auf den Boxverband ausgeübt - und Frauen durften Wettkämpfe bestreiten. Diese Erfahrung weckte in mir den Wunsch, als Journalistin an der politischen und gesellschaftlichen Meinungsbildung mitzuwirken.

Inzwischen bin ich seit über 20 Jahren Journalistin. Nebenberuflich habe ich an der FernUniversität in Hagen noch ein Studium in Governance (eine Kombination aus Politikwissenschaft, Soziologie und Geschichte) mit einem M.A. abgeschlossen.


Engagement

Früher habe ich mich in Kirchen und Freikirchen engagiert.

In den Jahren 1994 bis 1996 habe ich durchgesetzt, dass auch Frauen Wettkämpfe im Amateurboxen bestreiten dürfen - das war bis dahin eine reine Männerdomäne gewesen. Boxen ist eine sehr archaische und schöne Sportart, und ab und zu gibt es zum Frauenboxen etwas Neues zu vermelden.

Fünf Jahre lang war ich Schöffin am Amtsgericht. Seit vielen Jahren bin ich Mitglied in mehreren Vereinen und Organisationen (siehe Kasten ganz rechts).


Stipendien

Bei meiner Arbeit wurde ich durch Stipendien gefördert. Für die finanzielle Unterstützung und die gezeigte Wertschätzung bin ich dankbar.

Im Jahr 2015 gewährte mir die Journalistenorganisation netzwerk recherche ein Stipendium zum Thema Freikirchen in Deutschland und deren Sicht des Judentums.

Im Herbst 2002 war ich Stipendiatin der Robert Bosch-Stiftung und des Französischen Außenministeriums zum Thema Immigration und Integration am Centre de formation et de perfectionnement des journalistes (CFPJ) in Paris.